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Schuldnerberatung


Ein Problem, dass immer mehr Verbraucher betrifft, ihre monatlichen Einnahmen reichen seit geraumer Zeit nicht aus, um die normalen Lebenshaltungskosten und die Ratenverpflichtungen aus Kreditverträgen sowie anderweitige Rechnungen zu bezahlen. Mahnungen flattern ins Haus, die Miete wird nicht bezahlt und Ratenzahlungen, die abgebucht werden, platzen.

 

Wenn trotz einer deutlichen Reduzierung des bisherigen Lebensstandards auf absehbare Zeit keine Änderung der finanziellen Situation in Sicht ist, dann wird von Überschuldung gesprochen.

 

Bei vielen Menschen ist Überschuldung dann verbunden mit Ängsten um die Existenz, Angst vor dem Verlust der Wohnung und natürlich Angst vor den Gläubigern, die alle ihr Geld zurückhaben wollen. Aus dieser Angst resultierend werden viele Menschen nicht nur krank sondern oft auch handlungsunfähig, das heißt, sie sind dann nicht mehr in der Lage, vernünftige Entscheidungen zu treffen, die sie aus dieser Lage befreien. Viele Verbraucher machen dann den Fehler und resignieren, sie öffnen ihre Briefe nicht mehr und stecken den Kopf in den Sand. Das ist grundsätzlich falsch, denn wer sich nicht alleine helfen kann, der kann sich an eine Schuldnerberatungsstelle wenden, die dort tätigen Menschen können mit Rat und mit Tat weiterhelfen und gemeinsam lassen sich dann Lösungswege finden, um aus den Schulden zu kommen.

Schon seit fast 30 Jahren gibt es Schuldnerberatungsstellen in Deutschland, deren Aufgabe es ist überschuldeten Menschen entsprechende Beratung und Unterstützung zu geben. Nach dem deutschen Sozialrecht sind die Kommunen verpflichtet entsprechende Beratung für Privatpersonen, die der Hilfe bedürfen, weil ihnen das soziale Aus droht, anzubieten.

Träger dieser Schuldnerberatungsstellen sind unter anderem der Deutsche Caritasverband, das Deutsche Rote Kreuz, die Diakonie, die Arbeiterwohlfahrt oder auch der Paritätische Wohlfahrtsverband. Adressen der Schuldnerberatungsstellen in Wohnortnähe finden interessierte Überschuldete im Internet oder sie lassen sich von den Sozialämtern vermitteln.

Der Vorteil dieser Einrichtungen liegt darin begründet, dass den ohnehin stark Verschuldeten keine zusätzlichen Kosten entstehen, Beratung und Hilfe erfolgen kostenlos. Allerdings sind die Schuldnerberatungsstellen hoffnungslos überlastet, sodass Schuldner, die diesen Schritt gehen wollen, weil der Leidensdruck so groß ist, oft lange Zeit auf einen Termin warten müssen. Die Zeit bis dahin kann sinnvoll genutzt werden, indem die Unterlagen bereits sortiert, alle Gläubiger aufgelistet werden und die momentane Einnahmen- und Ausgabensituation in Papierform dargestellt wird.

Weitere Informationen zum Thema:

Video zum Thema Schuldnerberatung

 



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