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Unterschied zwischen Nominalzins und Effektivzins bei Krediten


Manche Dinge lassen sich gut mit einem Wortspiel beschreiben, so ist das auch bei Krediten möglich. Einfach gesagt, das Geld kostet Geld. Dafür, dass die Banken ihren Kreditnehmern eine bestimmte Summe Geld über einen bestimmten oder unbestimmten Zeitraum leihen, verlangen sie Geld – die so genannten Zinsen. Diese Angabe erfolgt immer in Prozent und im Kreditvertrag werden die Zinsen dann auch betragsmäßig ausgewiesen.

Viele Verbraucher kennen sich mit dieser Materie nicht aus, kennen nicht den Unterschied zwischen Nominalzins und Effektivzins. Der Nominalzins ist praktisch der Betrag, den der Kunde an Zinsen dafür bezahlen muss, dass ihm das Geld geliehen wird. Anhand des nominalen Zinses wird die Zinslast berechnet, während der Laufzeit eines Ratenkredites bleibt der Zinssatz konstant.

Zusätzlich zu den Zinsen verlangen die Banken in der Regel noch weitere Gebühren, die gängigsten sind die Bearbeitungsgebühren. Aber es können auch andere Modalitäten Einfluss auf zusätzliche Kosten haben, so zum Beispiel die Bereitstellungsgebühr. Diese Kosten, die den Kunden in jedem Fall entstehen, muss die Bank, das ist gesetzlich vorgeschrieben, ebenfalls ausweisen. Die gesamten Kosten spiegeln sich dann im Effektivzins wieder, der dementsprechend höher ist. Nur diese Angabe macht es dem Verbraucher möglich, Kredite miteinander zu vergleichen. Denn erst der effektive Jahreszins sagt dem Kunden, was der Kredit wirklich kostet.

Um sich Wettbewerbsvorteile zu verschaffen, bewerben viele Banken einen möglichst niedrigen effektiven Jahreszins und vermerken im Kleingedruckten das Wörtchen „ab“ oder der Zins bekommt einfach ein * verpasst und weiter unten wird dem Kunden erklärt, was es mit diesem Sternchen auf sich hat. Diesen niedrigen effektiven Jahreszins bekommt dann selten ein Kunde, aber er ist werbewirksam und bringt einer Bank neue Kunden.

Umsichtige Verbraucher holen sich ein individuelles Angebot, in dem ihnen dann der persönliche Effektivzins mitgeteilt wird und dieser kann deutlich von dem beworbenen Zins abweichen. Die Zinsen, die von den Banken für die Dienstleistung des Geldverleihens genommen werden, sind auch abhängig von den allgemeinen Zinsen am Markt. Das heißt, das allgemeine Marktniveau der Zinsen spiegelt sich im Nominalzins der Banken für Konsumentenkredite wider. Je billiger es für die Kunden ist, sich Bargeld zu beschaffen, desto eher machen sie von dieser Möglichkeit gebrauch.



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