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Schufa Scoring


Mit dem Scoring wird anhand von gesammelten Erfahrungen eine bestmögliche Prognose für die Zukunft erstellt. Mithilfe von mathematisch statistischen Verfahren wird die Wahrscheinlichkeit ausgerechnet, mit der ein Kunde seinen Verpflichtungen zur Bezahlung vereinbarungsgemäß nachkommen wird. Gerade wenn es um die Vergabe von Krediten geht, möchten die Unternehmen einerseits Kunden gewinnen sich aber andererseits vor all zu großen Risiken schützen. Dabei helfen die Scoring Systeme den Unternehmen schnelle, aber sichere Entscheidungen zu treffen, dabei kostengünstig zu arbeiten. Das Scoring Verfahren ist objektiv und fair, es kennt weder Sympathie noch Antipathie.

Bei der Schufa erfolgt das Scoring Verfahren nach drei verschiedenen Kriterien. Alle Kunden erhalten Punkte, die höchste Punktzahl liegt bei 1.000 Punkten. Zusätzlich erfolgt eine Einteilung der Kunden in Risikogruppen, dabei werden die Buchstaben A bis M verwendet. A ist die beste Risikogruppe und M die Schlechteste. Zu guter Letzt wird das Risiko dann prozentual bewertet, das heißt, ein Kunde mit 1,2 Prozent, wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, zu 98,8 Prozent seine vertraglichen Verpflichtungen erfüllen. Solche Scorewerte erleichtern die Kreditentscheidung und verbessern die Kreditwürdigkeit des Kunden. Liegt die Wahrscheinlichkeit nur bei unter 50 Prozent, weil der Kunde bereits in der Vergangenheit Verpflichtungen nicht vereinbarungsgemäß erfüllt hat, verschlechtert das seine Position, wenn es um eine erneute Kreditvergabe geht.

Wer als Kunde schlechtere Scorewerte hat, kann selbst nicht viel tun, um diese zu verbessern. Er sollte darauf achten, dass seine Ratenverpflichtungen in einem gesunden Verhältnis zu seinem Einkommen stehen und er kann mehrere bestehende Ratenverpflichtungen vorzeitig ablösen und in einem Kredit zusammenfassen, das kann den Scorewert deutlich verbessern. Selbst ein Umzug in eine bessere Wohngegend kann dazu beitragen, dass der Scorewert sich verbessert, weil auch diese einen Einfluss auf die Bewertung hat.

Wer bei der Schufa seine eigene Auskunft bestellt, der bekommt auch seinen Basisscore mitgeteilt, dieser ist aber nicht unbedingt identisch mit dem Scorewert, den die Schufa der Bank übermittelt. Die Schufa bietet ihren Vertragspartnern branchenspezifische Scorewerte an, weil beispielsweise die Frage, mit welcher Wahrscheinlichkeit jemand sein Hypothekendarlehen bezahlt, anders bewertet wird als die, ob die Handyrechnung beglichen wird.

Jeder Kunde kann die Berechnung des Scorewertes für sich ausschließen, was aber dazu führen kann, dass die Kreditentscheidung erschwert wird.



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